Biozeanischer Korridor schafft neue Chancen für indigene Gemeinden

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CHACO. Der Bau des Biozeanischen Korridors verändert nicht nur die Landkarte des paraguayischen Chaco. Er schafft auch neue Arbeitsplätze und bringt Infrastruktur in einige der abgelegensten indigene Gemeinden des Landes. Während die neue Fernstraße Brasilien, Paraguay, Argentinien und Chile verbinden soll, profitieren viele Dörfer erstmals direkt von öffentlichen Investitionen.

Mehr als eine Straße

Der derzeit laufende dritte Bauabschnitt verbindet Mariscal Estigarribia mit Pozo Hondo an der Grenze zu Argentinien. Allein das erste Baulos umfasst 53,8 Kilometer und ein Investitionsvolumen von rund 485,5 Milliarden Guaraní.

Doch das Projekt beschränkt sich nicht auf Asphalt und Brücken. Im Rahmen eines speziellen Entwicklungsplans für indigene Völker entstehen gleichzeitig soziale Einrichtungen und lokale Beschäftigungsmöglichkeiten.

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Arbeitsplätze direkt in den Gemeinden

In der Guaraní-Gemeinde Diez Kue arbeiten Bewohner selbst am Bau eines neuen Gemeindezentrums mit. In Santa Elena entsteht ein Gebäude mit Klassenräumen und Speisesaal, das künftig für Bildung und Gemeinschaftsveranstaltungen genutzt werden soll.

Nach Angaben des paraguayischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten erhalten die Gemeinden dabei nicht nur neue Infrastruktur, sondern auch Einkommen durch Beschäftigung auf den Baustellen und bei begleitenden Projekten.

„Der Korridor soll Entwicklung nicht nur durch Verkehr, sondern auch durch soziale Integration bringen“, fasst das Ministerium den Ansatz zusammen.

Ein Projekt mit nationaler Bedeutung

Der Corredor Bioceánico gilt als eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben Paraguays. Nach seiner Fertigstellung soll er den Atlantik mit den Pazifikhäfen Chiles verbinden und den Warentransport zwischen Brasilien und Asien deutlich verkürzen.

Für den Chaco bedeutet das jedoch mehr als internationalen Handel. Viele Gemeinden erhalten erstmals dauerhaft bessere Straßen, öffentliche Gebäude und wirtschaftliche Perspektiven in einer Region, die lange als infrastrukturell benachteiligt galt.

Warum das auch für Itapúa interessant ist

Während Itapúa derzeit durch den Rally-Weltmeisterschaft von umfangreichen Straßeninvestitionen profitiert, zeigt der Chaco eine andere Seite paraguayischer Infrastrukturpolitik: Hier steht nicht der Tourismus im Mittelpunkt, sondern die langfristige Anbindung abgelegener Gemeinden. Beide Projekte verdeutlichen, wie Großinvestitionen regionale Entwicklung weit über ihre ursprüngliche Funktion hinaus beeinflussen können.

Quelle: Ministerio de Obras Públicas y Comunicaciones (MOPC), Paraguay.

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