300 Kilometer bessere Straßen: Was vom Rally für Itapúa bleibt

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ITAPÚA. Der Rally-Weltmeisterschaft bringt Itapúa für vier Tage internationale Aufmerksamkeit. Ein Teil der Investitionen soll der Region jedoch wesentlich länger erhalten bleiben. Rund 300 Kilometer Erd- und Schotterstraßen wurden nach Angaben des paraguayischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) im Vorfeld des WRC Rally del Paraguay 2026 verbessert.

Die Arbeiten beschränkten sich nicht auf die eigentlichen Wertungsprüfungen. Auch Zufahrtsstraßen, Verbindungswege, Rettungswege und Teile des bestehenden Straßennetzes wurden instand gesetzt.

Insgesamt investierte das MOPC nach eigenen Angaben 7.846.232.452 Guaraní in die für den Rally vorgenommenen Infrastrukturmaßnahmen.

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Arbeiten in mehreren Distrikten

Die Verbesserungen verteilen sich auf zahlreiche Teile Itapúas.

In General Artigas wurden zwei Strecken mit einer Länge von 20 beziehungsweise acht Kilometern hergerichtet. Dazu kamen rund 49 Kilometer Zufahrts- und Verbindungsstraßen.

Arbeiten erfolgten außerdem in Trinidad und Nueva Alborada. In Nueva Alborada waren unter anderem die Bereiche Cordoba’i, Yerbatera, Samu’u und Ita Cajón betroffen.

Auch in Bella Vista Sur wurden mehrere Straßenabschnitte verbessert, darunter Bereiche in der Nähe des Club de Pesca.

Weitere Maßnahmen betrafen Carmen del Paraná, Fram, La Paz, Cambyretá und Encarnación.

Neuer Straßenabschnitt bei Ypecurú

Eine der umfangreicheren Maßnahmen erfolgte im Bereich Ypecurú. Dort wurde ein rund fünf Kilometer langer Abschnitt nahe dem Stausee Quiteria praktisch neu angelegt und mit Schotter befestigt.

Zusätzlich wurden Entwässerungsanlagen eingebaut. Sie sollen verhindern, dass starke Niederschläge den Straßenkörper zu schnell beschädigen.

Gerade angesichts der wiederkehrenden heftigen Regenfälle in Itapúa dürfte sich zeigen, wie nachhaltig diese Arbeiten tatsächlich ausgeführt wurden.

Mehr als 1.600 Meter neue Leitplanken

Nicht nur die Fahrbahnen wurden bearbeitet.

An gefährlichen Stellen installierte das MOPC insgesamt rund 1.620 Meter Metallleitplanken. Sie befinden sich unter anderem an Kurven, Gefällen und Abschnitten in der Nähe des Río Paraná und des Stausees Quiteria.

Diese Sicherheitseinrichtungen wurden zwar im Zusammenhang mit dem Rally errichtet, bleiben aber nach der Veranstaltung bestehen.

Auch ein Holzbrückenteil bei Potrero Ka’a in General Artigas wurde repariert.

Arbeiten an wichtigen Verbindungen

Auf den asphaltierten Straßen PY06, PY07 und PY08 sowie auf den Departementstraßen D047, D054 und D016 wurden Schlaglöcher beseitigt und beschädigte Fahrbahnen repariert.

Nach Angaben des MOPC kamen dafür 1.301 Tonnen Asphaltmischgut und weitere 144 Tonnen Asphaltmaterial zum Einsatz.

Besonders interessant für die Bevölkerung ist der Bereich Graneros del Sur mit den Straßen D047 und D054. Dieser Korridor verbindet unter anderem Carmen del Paraná, Fram, La Paz und Capitán Miranda.

Nach Angaben des Ministeriums nutzen mehr als 35.000 Menschen diese Verbindung. Die Verbesserungen sollen deshalb nach dem Rally vor allem dem täglichen Verkehr, der Landwirtschaft und dem Tourismus zugutekommen.

Auch Flughafen von Encarnación betroffen

Die Vorbereitungen reichten bis zum Internationalen Flughafen von Encarnación.

Dort wurde ein Parkplatzbereich hergerichtet, Gelände nivelliert und beschädigter Straßenbelag repariert.

Auch der Zugang San Antonio–Ypecurú wurde verbessert. Weitere Arbeiten betrafen Straßenränder und Bankette an wichtigen Zufahrtsrouten nach Encarnación.

Der eigentliche Test beginnt nach dem Rally

Die Arbeiten zeigen einen Nebeneffekt internationaler Großveranstaltungen: Investitionen, die unter normalen Umständen möglicherweise über Jahre verteilt würden, werden innerhalb kurzer Zeit umgesetzt.

Ob daraus tatsächlich ein langfristiger Vorteil für Itapúa entsteht, lässt sich allerdings erst nach dem Rally beurteilen.

Entscheidend wird sein, wie sich die ausgebesserten Erd- und Schotterstraßen während der kommenden Regenperioden bewähren und ob die nun erreichte Qualität anschließend regelmäßig erhalten wird.

Für Bewohner, Landwirte und Unternehmen ist deshalb weniger entscheidend, in welchem Zustand die Straßen während der vier Tage der Weltmeisterschaft sind.

Entscheidend ist, in welchem Zustand sie in sechs oder zwölf Monaten sein werden.

Quelle: Ministerio de Obras Públicas y Comunicaciones (MOPC), 25. August 2026.

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