Unwetter über Itapúa: Schäden in Encarnación und Cambyretá, Rally läuft weiter

Das nächtliche Unwetter beschädigte auch Einrichtungen im WRC-Servicepark an der Costanera von Encarnación. Foto: Sergio González / ABC Color

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Starker Wind, Gewitter und Hagel haben in der Nacht auf Samstag Teile von Encarnación und Cambyretá getroffen. Bäume und Werbeanlagen stürzten um, eine Wohnstruktur wurde beschädigt und auch der Servicepark der Rally-WM an der Costanera blieb nicht verschont. Verletzte wurden nach bisherigem Stand nicht gemeldet.

Encarnación, 29. August 2026. Ein heftiges Unwetter ist in den frühen Morgenstunden über den Süden Itapúas gezogen. Besonders betroffen waren Encarnación und Cambyretá. Neben starkem Regen kam es örtlich zu größerem Hagel und kräftigen Windböen.

Das meteorologische Messzentrum der Municipalidad de Encarnación registrierte nach Angaben von ABC Color Windgeschwindigkeiten von bis zu 76,5 km/h. Zwei besonders intensive Phasen wurden gegen 5 Uhr und nochmals gegen 6:30 Uhr gemeldet.

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Schäden in Encarnación

Im Stadtgebiet von Encarnación stürzten Bäume und größere Äste um. Einige Straßen waren dadurch am Vormittag zeitweise nicht passierbar.

Auch Werbetafeln und leichtere Konstruktionen hielten dem Wind nicht stand. In mehreren Bereichen der Stadt wurde zudem Hagel gemeldet. Auf Bildern aus der Region sind teilweise ungewöhnlich große Hagelkörner und erhebliche Ansammlungen am Boden zu sehen.

Nach Angaben des örtlichen Notfallzentrums gab es zunächst keine Meldungen über Verletzte oder Personen, die medizinische Hilfe benötigten.

Auch Cambyretá betroffen

Im benachbarten Cambyretá richtete der Sturm ebenfalls Schäden an.

An der Ruta PY14 wurde das große Eingangstor beziehungsweise Willkommensschild der Gemeinde vom Wind umgerissen. Im Barrio San Antonio wurde zudem der Einsturz einer Wohnstruktur gemeldet. Auch hier lagen zunächst keine Berichte über Verletzte vor.

Sturm trifft den WRC-Servicepark

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Unwetter wegen des derzeit laufenden Rally del Paraguay.

An der Costanera von Encarnación befinden sich der Servicepark und die Fan Zone der Rally-Weltmeisterschaft. Dort wurden in der Nacht Zelte, Fahnen, Werbeelemente, Absperrungen und andere leichte Konstruktionen durch den Wind umgeworfen oder beschädigt.

Am Samstagmorgen setzte das Organisationskomitee deshalb den öffentlichen Zugang zur Fan Zone und zum Servicepark zunächst aus. Polizei, Militär und weitere Helfer begannen mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten. Die Bereiche sollten erst wieder für Besucher geöffnet werden, sobald die Bedingungen dies zulassen.

Die eigentliche Rally wurde dagegen nicht gestoppt.

Die Fahrzeuge verließen Encarnación planmäßig gegen 6:50 Uhr in Richtung Bella Vista. Auch die für Samstag vorgesehenen Wertungsprüfungen sollten nach Angaben der Veranstalter regulär stattfinden.

Wetter bleibt ein Faktor

Mit dem Durchzug des nächtlichen Unwetters ist die Wetterlage noch nicht endgültig beruhigt.

Meteorologen rechnen auch am Sonntag und Montag im Süden und Osten Paraguays mit weiteren Niederschlägen. Gerade für den letzten Tag der Rally könnte das Auswirkungen auf den Zustand der Strecken haben.

Für Bewohner und Besucher in Itapúa gilt deshalb weiterhin, kurzfristige Wetterwarnungen und Hinweise der Behörden zu beachten.

Quellen: Dirección de Meteorología e Hidrología, Municipalidad de Encarnación, ABC Color, La Tribuna
Redaktion: Parapunto

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