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  • Schüler in Encarnación bauen Hybrid-Fahrrad für rund 460 Euro

    Schüler in Encarnación bauen Hybrid-Fahrrad für rund 460 Euro

    Schüler des Colegio Técnico Nacional in Encarnación haben ein Fahrrad entwickelt, das wahlweise mit Benzinmotor oder Elektroantrieb gefahren werden kann. Der Prototyp soll zeigen, dass individuelle Mobilität auch mit vergleichsweise geringem Budget möglich ist.

    Encarnación, 29. August 2026. Ein technisches Schulprojekt aus Encarnación verbindet Fahrrad, Verbrennungsmotor und Elektroantrieb. Schüler des Colegio Técnico Nacional (CTN) haben einen funktionsfähigen Prototyp gebaut, dessen Herstellung nach ihren Angaben rund 3,2 Millionen Guaraní, etwa 460 Euro, gekostet hat.

    Die Idee dahinter ist pragmatisch. In Paraguay können selbst günstige Motorräder mehr als 5 Millionen Guaraní, etwa 715 Euro, kosten. Die Schüler wollten deshalb erproben, ob sich mit vorhandener Fahrradtechnik und zwei unterschiedlichen Antrieben eine preisgünstigere Alternative für alltägliche Wege entwickeln lässt.

    Benzinmotor für längere Strecken

    Für längere Fahrten verfügt das Fahrrad über einen 80-Kubikzentimeter-Verbrennungsmotor.

    Nach Angaben des Projektteams erreicht das Fahrzeug damit eine Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 50 km/h. In Kombination mit zusätzlichem Pedalieren soll der Verbrauch einer Reichweite von etwa 40 bis 60 Kilometern pro Liter Kraftstoff entsprechen.

    Der Tank fasst 1,5 Liter. Daraus ergibt sich nach Berechnungen der Schüler je nach Einsatzbedingungen eine Reichweite von ungefähr 100 bis 150 Kilometern.

    Elektromotor für kürzere Wege

    Als zweite Antriebsmöglichkeit wurde ein 250-Watt-Elektromotor eingebaut.

    Im Elektrobetrieb erreicht der Prototyp laut Projektbeschreibung ungefähr 20 km/h. Die elektrische Reichweite beträgt derzeit zwischen 8 und 18 Kilometern beziehungsweise ungefähr eine Stunde Betriebszeit.

    Damit ist der Elektroantrieb eher für kurze Stadtfahrten gedacht, während für größere Entfernungen der Verbrennungsmotor zur Verfügung steht.

    Der Begriff „Hybrid“ sollte dabei nicht mit einem klassischen Hybridauto verwechselt werden. Nach den veröffentlichten Angaben handelt es sich im Wesentlichen um ein Fahrzeug mit zwei alternativ nutzbaren Antriebssystemen.

    Technikunterricht wird zum realen Projekt

    Interessant ist weniger, ob der Prototyp bereits ein marktreifes Verkehrsmittel darstellt. Entscheidend ist der praktische Ansatz der technischen Ausbildung.

    Die Schüler müssen bei einem solchen Projekt Mechanik, Elektrik, Energieversorgung und Fahrzeugtechnik miteinander verbinden. Gleichzeitig steht eine konkrete Fragestellung aus ihrem Alltag im Mittelpunkt: Wie lässt sich Mobilität mit begrenzten finanziellen Mitteln ermöglichen?

    Das CTN hat bereits Erfahrung mit solchen Projekten. Bei der EXPOCIENTEC 2025 präsentierten Schüler der Fachrichtung Fahrzeugtechnik unter anderem selbst entwickelte Elektrofahrzeuge, ein Fahrzeug mit Solartechnik und einen vollständig neu konstruierten Mini-Cross.

    Das neue Hybrid-Fahrrad setzt diese praktische Ausrichtung fort.

    Noch ein Prototyp, kein fertiges Straßenfahrzeug

    Bei den genannten Reichweiten, Verbrauchswerten und Geschwindigkeiten handelt es sich um Angaben aus dem Schulprojekt. Eine unabhängige technische Prüfung dieser Werte wurde bislang nicht veröffentlicht.

    Auch über eine mögliche Zulassung des Fahrzeugs für den regulären öffentlichen Straßenverkehr liegen in den bisher veröffentlichten Informationen keine Angaben vor.

    Als Schulprojekt zeigt das Fahrrad dennoch, was technische Ausbildung leisten kann: nicht nur Theorie vermitteln, sondern Schüler dazu bringen, aus einem konkreten Problem eine funktionierende technische Lösung zu entwickeln.

    Quellen: Más Encarnación, Colegio Técnico Nacional
    Redaktion: Parapunto

  • Rally-WM heute Abend mitten in Encarnación: Super Special auf der Costanera

    Rally-WM heute Abend mitten in Encarnación: Super Special auf der Costanera

    Am Samstagabend verlagert sich der Rally del Paraguay direkt ins Stadtgebiet von Encarnación. Um 18:05 Uhr startet auf der Costanera die 3,1 Kilometer lange Super Special Stage. Neben den aktuellen WRC-Fahrern sollen auch drei Rally-Legenden zu sehen sein.

    Encarnación, 29. August 2026. Nach einem langen Rallytag durch Bella Vista, Hohenau und Trinidad kommt die Weltmeisterschaft am Abend direkt nach Encarnación. Die SS17 „Encarnación Costanera“ beginnt um 18:05 Uhr paraguayischer Zeit und bildet den Abschluss der zweiten Etappe. Gefahren wird auf einem 3,1 Kilometer langen Stadtkurs im Bereich Paseo de los Teros.

    Für die Rally del Paraguay ist diese Prüfung eine der wichtigsten Neuerungen der Ausgabe 2026. Im Gegensatz zu den überwiegend auf roter Erde ausgetragenen Wertungsprüfungen führt der Kurs durch das urbane Umfeld der Costanera und teilweise über Asphalt.

    Rallyautos dort, wo sonst der Stadtverkehr fährt

    Der Kurs führt über Teile der Costanera und der Avenida Mariscal López. Für die Veranstaltung wurden deshalb Verkehrsbereiche rund um den Paseo de los Teros gesperrt.

    Die städtische Verkehrspolizei weist insbesondere auf Einschränkungen an der Avenida Mariscal López sowie entlang der Costanera República del Paraguay hin. Für Autofahrer wurden Umleitungen eingerichtet. Die Behörden rechnen gerade am Samstag mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen durch Besucher aus anderen Teilen Paraguays.

    Für Zuschauer bietet die Stadtprüfung einen Vorteil gegenüber vielen klassischen Rallystrecken: Die Fahrzeuge können in einem relativ kompakten und speziell vorbereiteten Bereich beobachtet werden, ohne dafür weit ins Hinterland Itapúas fahren zu müssen.

    Drei Weltmeister als besonderes Rahmenprogramm

    Zusätzlich zur eigentlichen Wertungsprüfung hat der Veranstalter für den Abend drei bekannte Namen der Rallygeschichte angekündigt.

    Petter Solberg, Rally-Weltmeister von 2003, sowie die vierfachen Weltmeister Tommi Mäkinen und Juha Kankkunen sollen beim Super Special am Paseo de los Teros auftreten und an Demonstrationsfahrten teilnehmen.

    Damit wird aus der SS17 nicht nur eine Wertungsprüfung, sondern auch ein eigenes Zuschauerereignis.

    Fan Zone und Servicepark an der Costanera

    Encarnación ist während des gesamten Wochenendes organisatorisches Zentrum der Rally. Der offizielle Servicepark befindet sich ebenfalls in der Stadt. Dort arbeiten Mechaniker und Ingenieure zwischen den Wertungsprüfungen an den Fahrzeugen.

    Die Fan Zone an der Costanera ist am Samstag von 8:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Dort gibt es unter anderem Gastronomie, offizielle Merchandising-Stände, Großbildschirme und Möglichkeiten, den Servicebetrieb der Teams zu beobachten. Der Tageszugang zur Fan Zone und zum Servicepark kostet 30.000 Guaraní, etwa 4,30 Euro.

    Für die Super Special Stage selbst gibt es am Paseo de los Teros eine organisierte Zuschauerzone. Besucher sollten vor der Anfahrt die aktuellen Zugangsbedingungen des Veranstalters kontrollieren.

    Encarnación wird selbst Teil der Rallystrecke

    Die Entscheidung, eine Wertungsprüfung direkt an die Costanera zu bringen, verändert den Charakter der Veranstaltung. Die Rally findet damit nicht nur auf abgelegenen Schotterstraßen und zwischen den Yerba-Mate-Feldern Itapúas statt.

    Encarnación selbst wird für einen Abend zur Rennstrecke.

    Bereits zur offiziellen Eröffnung am Donnerstag waren nach Angaben der Veranstalter mehr als 10.000 Menschen im Sambódromo. Weitere Besucher verfolgten das Geschehen von der Costanera und der Fan Zone aus.

    Nach der heutigen Stadtprüfung geht der Rally del Paraguay am Sonntag in seine entscheidende Etappe. Dann stehen weitere Prüfungen in Encarnación und General Artigas auf dem Programm. Die abschließende Power Stage startet am Sonntagnachmittag in Encarnación.

    Quellen: Rally del Paraguay, FIA World Rally Championship, Municipalidad de Encarnación, ABC Color, Más Encarnación
    Redaktion: Parapunto

  • Bella Vista heute im Zentrum der Rally-WM

    Bella Vista heute im Zentrum der Rally-WM

    Am zweiten Tag des Rally del Paraguay 2026 rückt Bella Vista in den Mittelpunkt. Vier Wertungsprüfungen führen am Samstag durch das Gebiet der „Hauptstadt der Yerba Mate“. Nach dem ersten Durchgang am Vormittag kehren die WRC-Piloten am Nachmittag noch einmal auf dieselben Strecken zurück.

    Bella Vista, 29. August 2026. Für Bella Vista ist heute einer der wichtigsten Tage des Rally-Wochenendes. Die zweite Etappe des Rally del Paraguay führt durch Bella Vista, Bella Vista Sur, Hohenau und Trinidad, bevor der Tag am Abend mit einer kurzen Zuschauerprüfung auf der Costanera von Encarnación endet.

    In Bella Vista selbst stehen insgesamt vier Wertungsprüfungen auf dem Programm. Die beiden Strecken werden jeweils zweimal gefahren.

    Vier Prüfungen rund um Bella Vista

    Der erste Durchgang begann am Morgen:

    • 08:19 Uhr: SS9 Bella Vista 1, 21,15 Kilometer
    • 09:12 Uhr: SS10 Bella Vista Sur 1, 11,57 Kilometer

    Am Nachmittag folgt die zweite Runde:

    • 14:16 Uhr: SS13 Bella Vista 2, 21,15 Kilometer
    • 15:09 Uhr: SS14 Bella Vista Sur 2, 11,57 Kilometer

    Damit werden allein im Raum Bella Vista heute mehr als 65 Wettbewerbskilometer absolviert. Die offizielle WRC-Route führt anschließend weiter nach Hohenau und Trinidad. Um 18:05 Uhr soll die Tagesetappe mit der 3,1 Kilometer langen Super Special Stage auf der Costanera von Encarnación abgeschlossen werden.

    Pajari ging als Führender in den Samstag

    Nach dem ersten vollständigen Rallytag am Freitag lag der Finne Sami Pajari im Toyota GR Yaris Rally1 an der Spitze der Gesamtwertung.

    Pajari hatte sich erst gegen Ende des Tages nach vorne gearbeitet und beendete die erste Etappe 11,9 Sekunden vor dem Neuseeländer Hayden Paddon. Elfyn Evans folgte mit 56,3 Sekunden Rückstand auf Rang drei.

    Aus paraguayischer Sicht sorgte vor allem Diego Domínguez Bejarano für Aufmerksamkeit. Er beendete den Freitag auf dem sechsten Gesamtrang und führte gleichzeitig die Rally2-Wertung an.

    Colonias Unidas werden zur Rally-Region

    Der heutige Streckenverlauf ist auch für die Colonias Unidas von besonderer Bedeutung. Mit Bella Vista und Hohenau liegen gleich zwei der Austragungsorte in diesem Gebiet.

    Bella Vista ist weit über die Region hinaus vor allem für den Yerba-Mate-Anbau bekannt und trägt offiziell den Titel „Nationale Hauptstadt der Yerba Mate“. Während des Rally-Wochenendes zeigt sich die Region allerdings von einer ganz anderen Seite: rote Erdstraßen, landwirtschaftlich geprägte Landschaften und schnelle Schotterpassagen werden zur Bühne für die besten Rallyfahrer der Welt.

    Für die Region bedeutet die Veranstaltung zugleich einen erheblichen Besucherandrang. Hotels, Gastronomie, Tankstellen und andere Betriebe in den Colonias Unidas profitieren von Teams, Medienvertretern und Rallyfans, die für das WRC-Wochenende nach Itapúa gekommen sind.

    Zweite Runde am Nachmittag

    Nach einer Servicepause in Encarnación beginnt um 14:16 Uhr der zweite Durchgang durch Bella Vista. Anschließend geht es über Bella Vista Sur nach Hohenau und Trinidad.

    Der Samstag umfasst insgesamt neun Wertungsprüfungen. Das Rally del Paraguay läuft noch bis Sonntag, 30. August. Die Entscheidung fällt am Sonntagnachmittag auf der abschließenden Power Stage in Encarnación.

    Quellen: FIA World Rally Championship, ABC Color
    Redaktion: Parapunto

  • Mit 19 schon Unternehmer: Wie Fabián Segovia aus Hohenau mehr als zehn Arbeitsplätze geschaffen hat

    Mit 19 schon Unternehmer: Wie Fabián Segovia aus Hohenau mehr als zehn Arbeitsplätze geschaffen hat

    Was mit geliehenen Stoffen und einem Schulprojekt begann, ist heute ein wachsendes Unternehmen. Der 19-jährige Fabián Segovia aus Hohenau beschäftigt mit seinem Veranstaltungsbetrieb inzwischen mehr als zehn Menschen.

    Hohenau. Fabián Segovia ist 19 Jahre alt, studiert im zweiten Jahr Internationalen Handel und führt bereits ein eigenes Unternehmen. Seine Firma Deco Events Recepciones organisiert und dekoriert Veranstaltungen in der Region Colonias Unidas. Mehr als zehn Personen arbeiten heute für den Betrieb.

    Angefangen hat alles deutlich kleiner.

    Schon als 15-Jähriger half Segovia seiner Tante bei Dekorationsarbeiten. Die erste eigene Gelegenheit ergab sich in der Schule. Für die Präsentation eines Abschlussprojekts wurde jemand gesucht, der die Räumlichkeiten dekorieren konnte. Segovia meldete sich, lieh sich Stoffe seiner Tante und übernahm den Auftrag.

    Für diese erste Arbeit erhielt er 80.000 Guaraní, derzeit etwa 11,50 Euro.

    Startkapital: rund 22 Euro

    Der entscheidende Impuls kam aus der Familie. Segovia hatte zunächst den Eindruck, für ein eigenes Dekorationsunternehmen viel Kapital zu benötigen. Seine Großmutter riet ihm dagegen, mit dem anzufangen, was bereits vorhanden war.

    Das tat er.

    Nach eigenen Angaben begann Deco Events mit lediglich 150.000 Guaraní, umgerechnet rund 21,50 Euro. Nach den ersten Aufträgen kamen weitere Kunden hinzu. Segovia investierte die Einnahmen wieder in Material und Ausstattung.

    Parallel dazu absolvierte er einen sechsmonatigen Grundkurs für Dekoration, während er weiterhin ganztägig die Schule besuchte. Aus den anfänglichen Dekorationsarbeiten entwickelte sich schrittweise ein umfassender Veranstaltungsservice.

    Vom Stoff zum kompletten Veranstaltungsservice

    Heute verfügt das Unternehmen über Tische, Stühle, Geschirr, Tischwäsche und weiteres Material für größere Veranstaltungen. Zwei Lagerräume wurden bereits errichtet, ein dritter für Geschirr und Ausstattung befindet sich laut Segovia in Fertigstellung.

    Auch die Familie ist weiterhin eingebunden. Seine Eltern unterstützen den Betrieb, ebenso seine über 70-jährige Großmutter, die sich noch immer um einen Teil der Stoffwäsche kümmert.

    Mit den Einnahmen finanziert Segovia inzwischen sein Studium und konnte sich nach eigenen Angaben bereits ein Auto kaufen. Gleichzeitig beschäftigt das Unternehmen mehr als zehn Mitarbeiter.

    Eine Hohenauer Gründergeschichte

    Interessant an Segovias Geschichte ist weniger das oft erzählte Motiv vom schnellen Erfolg eines jungen Unternehmers. Sein Weg zeigt vielmehr ein klassisches Prinzip kleiner Unternehmen in der Region: mit geringen Mitteln beginnen, vorhandene Fähigkeiten nutzen und das Angebot mit der Nachfrage wachsen lassen.

    Aus einem einzelnen Auftrag in der Schule entstand so innerhalb weniger Jahre ein Unternehmen mit Mitarbeitern, Lagerflächen und einem breiteren Dienstleistungsangebot.

    Die Geschichte wurde zunächst vom regionalen Radio San Fernando 100.3 FM aufgegriffen und anschließend von der paraguayischen Zeitung Crónica veröffentlicht.

    Quellen: Crónica, Radio San Fernando 100.3 FM
    Redaktion: Parapunto

  • Rally-WM heute in Hohenau: 3 Saltos wird zur internationalen Motorsportbühne

    Rally-WM heute in Hohenau: 3 Saltos wird zur internationalen Motorsportbühne

    Hohenau steht am Samstag im Mittelpunkt der Rallye-Weltmeisterschaft. Auf dem Abschnitt „3 Saltos“ werden zwei Wertungsprüfungen des Rally del Paraguay 2026 ausgetragen. Für Zuschauer wurde eine eigene Besucherzone eingerichtet.

    Hohenau, 29. August 2026. Heute kommt die Rallye-Weltmeisterschaft direkt nach Hohenau. Im Bereich 3 Saltos Vertedero fahren die Teilnehmer des WRC Rally del Paraguay gleich zweimal über denselben Streckenabschnitt.

    Die erste Durchfahrt als SS11 beginnt um 10:05 Uhr. Am Nachmittag folgt um 16:05 Uhr die zweite Durchfahrt als SS15. Die Tore der Zuschauerzone öffnen bereits um 7:00 Uhr und schließen um 18:00 Uhr.

    Die Gemeinde Hohenau ist gemeinsam mit weiteren Partnern an der Organisation der Zuschauerzone beteiligt. Noch am 24. August beschäftigte sich die Junta Municipal mit dem Kooperationsvertrag für die „Zona Preferencial Hohenau – 3 Saltos“.

    Eintritt ab rund 24 Euro

    Tickets für die allgemeine Zuschauerzone werden ab 170.000 Guaraní, derzeit etwa 24 Euro, angeboten. Ein Parkplatz im südlichen Bereich kostet zusätzlich 100.000 Guaraní, rund 14 Euro.

    Wer bereits am Freitagabend anreist, kann den dafür vorgesehenen Campingbereich nutzen. Die Zufahrt für Rallyfans ist dort ab 18:00 Uhr vorgesehen.

    Was Besucher mitnehmen dürfen

    Erlaubt sind unter anderem Klappstühle und Liegestühle. Pro Person darf außerdem ein Tereré-Thermos sowie Wasser in Behältern bis zwei Liter mitgebracht werden.

    Nicht erlaubt sind unter anderem Drohnen, große Sonnenschirme, Zelte und Lautsprecher. Auch mitgebrachte Lebensmittel und andere Getränke dürfen laut Veranstalter nicht in die Zuschauerzone mitgenommen werden. Taschen und Rucksäcke können beim Eingang kontrolliert werden.

    Hohenau als Teil der internationalen Rally-WM

    Die Zuschauerzone 3 Saltos gehört zu den offiziellen bevorzugten Zuschauerbereichen des Rally del Paraguay. Neben Hohenau gibt es entsprechende Bereiche unter anderem am Autódromo Capitán Miranda sowie beim abschließenden Ypecurú Power Stage in Encarnación.

    Für Hohenau ist der WRC inzwischen mehr als ein eintägiges Motorsportereignis. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Bereich 3 Saltos für die Rally genutzt. Die Stadt positioniert sich damit innerhalb der Colonias Unidas auch touristisch als einer der Austragungsorte des internationalen Motorsports.

    Quelle: Municipalidad de Hohenau, Rally del Paraguay, Agencia IP
    Redaktion: Parapunto

  • Ka’a Rape, die Route der Yerba Mate durch Itapúa

    Ka’a Rape, die Route der Yerba Mate durch Itapúa

    Wer durch die neun Distrikte fährt, die sich Itapúa im Südosten Paraguays teilen, kreuzt früher oder später den Ka’a Rape, wörtlich übersetzt den Weg der Yerba. Der Name ist Guaraní, und das ist kein Zufall. Yerba Mate gilt in Paraguay als Vermächtnis der Guaraní selbst, lange bevor Jesuiten oder deutschsprachige Siedler in die Region kamen.

    Die 2015 von der staatlichen Tourismusbehörde Senatur eingerichtete Route führt unter anderem durch Hohenau, Obligado, Bella Vista, Trinidad und Jesús, mit den Jesuitenruinen von Trinidad und Jesús de Tavarangüe als markante Stationen unterwegs. Bella Vista, seit 2025 offiziell nationale Hauptstadt der Yerba Mate, bildet gemeinsam mit Hohenau und Obligado das Zentrum des Anbaus.

    Von der Plantage bis zum Tereré

    Der Rundgang führt durch Yerbales, die Anbauflächen, und durch die Verarbeitungsbetriebe, wo Besucher den Weg vom Blatt bis zur fertigen Yerba nachvollziehen können. Tereré, der kalt aufgegossene Nationaltrunk, hat seit 2015 sogar einen eigenen nationalen Feiertag, jeweils am letzten Samstag im Februar.

    Eine unerwartete deutsche Fußnote

    Wer die Route weiterverfolgt, stößt auf etwas, das DACH-Besucher nicht erwarten dürften: In Bella Vista und Hohenau, den Kolonien deutschsprachiger Einwanderer, verarbeiten kleine Brauereien, VolksBier in Bella Vista und Beerkingo in Hohenau, Yerba Mate selbst zu Bier. Zwei Traditionen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, treffen hier tatsächlich aufeinander.

    Voces Guaraní zu diesem Beitrag

    Ka’a Rape
    Wörtlich “Weg der Yerba”, aus ka’a (Yerba, Kraut) und rape (Weg, Pfad). Name der Tourismusroute selbst.
    Tereré
    Herkunft nicht eindeutig geklärt. Eine Erklärung führt es auf “te jere”, sinngemäß “Runde im Kreis”, zurück, mit der Jesuiten das gemeinsame Trinken der Guaraní beschrieben. Eine andere sieht es als lautmalerisch für das Geräusch der letzten Schlucke durch den Trinkhalm.

    Quelle: Gobernación de Itapúa, ABC Color Viajes, Secretaría Nacional de Turismo (Senatur), Billiken, Última Hora
    Redaktion: Parapunto

  • Sami Pajari führt nach dem ersten Tag der Rally del Paraguay

    Sami Pajari führt nach dem ersten Tag der Rally del Paraguay

    Der Finne Sami Pajari hat am Freitag die Führung bei der Rally del Paraguay 2026 übernommen. Nach acht Wertungsprüfungen in Itapúa liegt der Toyota-Pilot knapp zwölf Sekunden vor Hayden Paddon. Auch zwei paraguayische Fahrer schafften es in die Top Ten.

    Encarnación, 28. August 2026. Die Rally del Paraguay hat bereits am ersten vollen Wettbewerbstag für zahlreiche Überraschungen gesorgt. Nach acht Wertungsprüfungen führt Sami Pajari im Toyota GR Yaris Rally1 die Gesamtwertung an.

    Der Finne beendete den Freitag mit einer Gesamtzeit von 1:28:28,7 Stunden. Sein Vorsprung auf den Neuseeländer Hayden Paddon im Hyundai beträgt 11,9 Sekunden. Auf Platz drei folgt der aktuelle WM-Führende Elfyn Evans mit einem Rückstand von 56,3 Sekunden.

    Pajari kämpft sich an die Spitze

    Am Vormittag sah es zunächst nicht nach einer Führung für Pajari aus. Nach den ersten vier Prüfungen lag Hayden Paddon vorne, während Pajari mit mehr als einer halben Minute Rückstand nur auf Rang vier lag.

    Die Strecken rund um Encarnación erwiesen sich als anspruchsvoll. Reifenprobleme, technische Defekte und Ausfälle veränderten das Klassement mehrfach. Unter anderem mussten Takamoto Katsuta, Thierry Neuville und Sébastien Ogier Rückschläge beziehungsweise Ausfälle hinnehmen.

    Im Laufe des Nachmittags arbeitete sich Pajari jedoch immer weiter nach vorne. Die entscheidende Veränderung kam gegen Ende des Tages. WM-Spitzenreiter Elfyn Evans verlor durch einen Reifenschaden wertvolle Zeit. Pajari nutzte die Gelegenheit und übernahm zwei Prüfungen vor Tagesende die Führung.

    Besonders stark war Pajari auf der zweiten Durchfahrt der rund 33,9 Kilometer langen Wertungsprüfung Yerbateras, wo er die schnellste Zeit erzielte.

    Zwei Paraguayer unter den besten Zehn

    Aus paraguayischer Sicht verlief der Freitag ebenfalls erfolgreich.

    Diego Domínguez Bejarano liegt nach dem ersten Tag auf dem sechsten Gesamtrang. Sein Rückstand auf Pajari beträgt 2 Minuten und 36 Sekunden.

    Noch wichtiger: Domínguez führt gleichzeitig die Rally2-Wertung an. Auf vier der acht Wertungsprüfungen war er der schnellste Fahrer seiner Klasse.

    Mit Fau Zaldívar schaffte es ein zweiter Paraguayer in die Top Ten. Er liegt mit 4 Minuten und 39,8 Sekunden Rückstand auf Rang neun.

    Gesamtstand nach dem ersten Tag

    1. Sami Pajari – Toyota – 1:28:28,7
    2. Hayden Paddon – Hyundai – +11,9 Sek.
    3. Elfyn Evans – Toyota – +56,3 Sek.
    4. Adrien Fourmaux – Hyundai – +1:51,3 Min.
    5. Josh McErlean – Ford – +2:23,1 Min.
    6. Diego Domínguez Bejarano – Toyota Rally2 – +2:36,0 Min.
    7. Gus Greensmith – +3:15,4 Min.
    8. Oliver Solberg – Toyota – +3:33,3 Min.
    9. Fau Zaldívar – Škoda Rally2 – +4:39,8 Min.
    10. Jon Armstrong – Ford – +6:16,2 Min.

    Itapúa im Mittelpunkt der Rally-Welt

    Die Rally del Paraguay ist 2026 der elfte Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Das Zentrum der Veranstaltung befindet sich erneut in Encarnación. Insgesamt stehen während des Rally-Wochenendes 22 Wertungsprüfungen mit knapp 359 Wettbewerbskilometern auf dem Programm.

    Für Itapúa bedeutet die Veranstaltung weit mehr als nur Motorsport. Fahrer, Teams, internationale Medien und Rallyfans aus verschiedenen Ländern sind derzeit in der Region unterwegs. Encarnación und die umliegenden Gemeinden stehen damit für mehrere Tage im Mittelpunkt der internationalen Motorsportwelt.

    Die Rally del Paraguay läuft noch bis Sonntag, 30. August.

    Quellen: ABC Color, FIA World Rally Championship (WRC)
    Redaktion: Parapunto

    Quelle: ABC Color – Noticias del día, Originalartikel

  • Camino Real bei Encarnación: Auf den Spuren der alten Guaraní-Wege

    Camino Real bei Encarnación: Auf den Spuren der alten Guaraní-Wege

    Durch Encarnación und Cambyretá verläuft ein Verkehrsweg, dessen Geschichte weit vor die Gründung der heutigen Stadt zurückreicht. Der „Camino Real“, auf Guaraní als Tape Aviru oder Peabirú bezeichnet, folgt Teilen eines alten Wegenetzes der Guaraní und ist heute offiziell geschütztes Kulturerbe Paraguays.

    Encarnación. Wer heute durch Encarnación fährt, ahnt kaum, dass manche Straßen und Wege einer Verbindung folgen, die möglicherweise seit Jahrhunderten genutzt wird. Der Historiker und Autor Silvio Sosa Alarcón hat sich über Jahre mit diesen alten Verkehrswegen im Süden Paraguays beschäftigt und versucht, ihren Verlauf anhand historischer Dokumente und lokaler Überlieferungen zu rekonstruieren.

    Die Wege entstanden nicht erst mit den Spaniern. Nach Angaben der paraguayischen Secretaría Nacional de Cultura gehörte der Tape Aviru zu einem Netz von Wegen, das die Guaraní bereits lange vor der europäischen Kolonisierung angelegt und genutzt hatten. Später verwendeten auch Jesuiten, paraguayische Truppen, Händler und Reisende Teile dieser Verbindungen.

    Vom Guaraní-Pfad zum Camino Real

    Während der Kolonialzeit wurden Abschnitte dieser Verbindung als Camino Real, also „Königlicher Weg“, bezeichnet.

    Der für Itapúa besonders bedeutende Abschnitt verlief entlang des Paraná und durch Gebiete, die heute zu Encarnación und Cambyretá gehören. Historische Untersuchungen verorten Teile der Route unter anderem beim Arroyo Quiteria, im heutigen Stadtgebiet von Encarnación sowie in Richtung Campichuelo am Paraná.

    Ein Teil des rekonstruierten Verlaufs führt von der Gegend um die heutige Plaza de Armas über die Calle General Artigas, weiter in Richtung Mboi Ka’e und anschließend über Gebiete wie Villa del Maestro, Avenida Japón, Itacuá und San Blas bis nach Campichuelo. Dort befand sich historisch ein wichtiger Übergang über den Paraná in Richtung des heutigen Argentinien.

    Der ursprüngliche Weg ist heute allerdings nicht mehr überall als historische Straße erkennbar. Teile wurden überbaut, in moderne Straßen integriert oder im Laufe der Zeit verändert.

    Ein Historiker holt den Weg aus der Vergessenheit

    Silvio Sosa beschäftigte sich über Jahre mit der Rekonstruktion dieser Strecke. Seine Arbeit stützt sich unter anderem auf historische Dokumente aus dem Archivo Nacional de Asunción.

    Bereits 2017 wurde gemeinsam mit touristischen und öffentlichen Einrichtungen ein erster Rundgang unter dem Titel „Descubriendo el Camino Real“ durchgeführt. Ziel war es, Geschichte, Landschaft und Tourismus miteinander zu verbinden.

    2021 veröffentlichte Sosa schließlich das Buch „Descubriendo el Camino Real“. Die Publikation entstand mit Unterstützung des Kulturfonds der Secretaría Nacional de Cultura und dokumentiert seine Forschungen zum historischen Wegenetz und zur frühen Geschichte von Ytapúa.

    Seit 2022 offiziell geschütztes Kulturgut

    Der jahrelange Einsatz führte schließlich auch zu einer offiziellen Anerkennung.

    Mit der Resolution Nr. 876/2022 erklärte die paraguayische Secretaría Nacional de Cultura den südlichen Abschnitt des „Camino Real – Tape Aviru de la Vía de las Misiones“ in den Distrikten Encarnación und Cambyretá zum Bien de Valor Patrimonial, also zu einem Kulturgut von besonderem Denkmalwert.

    Damit geht es inzwischen nicht mehr nur um historische Forschung. Der Weg soll erhalten, sichtbar gemacht und auch touristisch erschlossen werden.

    Geschichte direkt unter den Füßen

    Der Camino Real erzählt eine für Itapúa typische Geschichte. Verschiedene historische Schichten liegen hier unmittelbar übereinander: die Kultur der Guaraní, die Jesuitenzeit, die spanische Kolonialzeit und die Entwicklung des modernen Paraguay.

    Gerade deshalb ist der Weg mehr als eine touristische Route. Er erinnert daran, dass die Geschichte Encarnacións nicht erst mit der modernen Stadt oder den europäischen Einwanderern beginnt.

    Viele der Straßen, die heute selbstverständlich zum Alltag gehören, folgen einer Landschaft, durch die Menschen bereits lange vor ihnen unterwegs waren.

    Quellen: Secretaría Nacional de Cultura, Municipalidad de Encarnación, ABC Color, Itapúa Noticias
    Redaktion: Parapunto

  • Deutschsprachige Kolonien prägen Wirtschaft in Itapúa

    Deutschsprachige Kolonien prägen Wirtschaft in Itapúa

    Hohenau, Obligado und Bella Vista, die sogenannten Vereinigten Kolonien, wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von deutschsprachigen Einwanderern gegründet und zählen heute eine lebendige deutschsprachige Gemeinschaft. Deutsche Genossenschaften prägen bis heute die Wirtschaft der Region, von Yerba Mate über Soja bis zu Milchprodukten, und in vielen Familien wird Deutsch seit Generationen als Haussprache gesprochen.

    Anders als die stärker eigenständig organisierten mennonitischen Gemeinden im Chaco sind die Siedlungen in Itapúa stärker in die paraguayische Gesellschaft integriert, das Deutschtum lebt hier vor allem als kulturelles Erbe fort. Deutschsprachige Schulen wie das Colegio Nacional Paraguayo Germana in Hohenau bestehen bis heute.

    Für Sponsoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist diese lebendige, deutschsprachige Gemeinschaft einer der konkretesten Anknüpfungspunkte in der Region.

  • Carnaval Encarnaceno 2026 cierra su Edición 100 con cifras récord

    El Carnaval Encarnaceno celebró en 2026 su histórica Edición 100. En la quinta y última ronda, 17.000 espectadores llenaron el Sambodromo de Encarnación, y en total unas 74.000 personas participaron a lo largo de la edición centenaria. El evento reunió a siete clubes carnavaleros agrupados en el Club de Clubes, la organización que sostiene la fiesta desde hace décadas.

    La tradición se remonta a 1916, cuando se realizó el primer desfile frente al edificio de Aduanas, aunque algunos registros ubican los primeros corsos florales ya en 1906. Hoy el Sambodromo, inaugurado en 2014, es el tercero más grande del mundo después de Río de Janeiro y San Pablo.

    «Pensar en Encarnación sin carnaval es como mutilar su vida social», resumió uno de los organizadores en declaraciones recogidas por Última Hora.