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4. Oktober 2026 · Asunción & Central, Bella Vista, Hohenau, Itapúa, Jesús de Tavarangüé

Hagel in Itapúa, Verwüstung in Asunción: Was das Unwetter vom Samstag hinterlassen hat

Hagelkörner liegen nach einem Gewitter verstreut auf einer grünen Wiese
Hagel traf am Samstagabend mehrere Distrikte in Itapúa und Teile von Asunción. Symbolbild. Foto Champers Fu / Unsplash

Encarnación, 4. Oktober 2026. Das Unwetter, vor dem der Wetterdienst DMH seit Tagen gewarnt hatte, hat am Samstagabend auch Itapúa erreicht. In mehreren Distrikten ging Hagel nieder, in Hohenau fielen binnen einer Stunde 29 Millimeter Regen. Deutlich schwerer traf es Asunción und den Großraum Central, wo Hagelkörner Autos, Dächer und mehrere Krankenhäuser beschädigten.

Was in Itapúa geschah

Nach einem Bericht von ABC Color zog die Gewitterfront ab etwa 18 Uhr von Süden her über das Departamento. Hagel meldete die Zeitung zuerst aus General Artigas und Carmen del Paraná im Westen, danach aus Jesús und Bella Vista. Für die erste Stunde nennt ABC folgende Regenmengen, 29 Millimeter in Hohenau, 21 in Capitán Miranda, 14 in Trinidad und 13 an der Costanera von Encarnación. Dazu kamen kräftige Böen.

Die DMH hatte um 15.54 Uhr ein Sonderbulletin für den Süden der Region Oriental herausgegeben, das ausdrücklich den mittleren und westlichen Teil Itapúas einschloss. Das Portal Ratio gab die möglichen Windspitzen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde an. Wichtig für die Einordnung ist, dass bis Sonntagmorgen nur ABC über den Hagel in Itapúa berichtet hat. Angaben zu Schäden an Häusern, Fahrzeugen oder Feldern in den betroffenen Distrikten lagen weder dort noch bei anderen regionalen Medien vor. Auch Zahlen zu Stromausfällen im Süden gibt es bisher nicht.

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Schwere Schäden in Asunción und Central

In der Hauptstadt und im Großraum fielen am späten Nachmittag große Hagelkörner. ABC, La Nación und Ratio berichten übereinstimmend von zerschlagenen Windschutzscheiben, verbeulten Karosserien und durchlöcherten Ziegeldächern, unter anderem in Villa Elisa, San Lorenzo und Lambaré. ABC spricht von Schäden an tausenden Wohnhäusern, nennt dafür aber keine genaue Zahl.

Das Gesundheitsministerium aktivierte ein Notfallprotokoll. Am stärksten betroffen war das Krebsinstitut INCAN in Capiatá. Der Wind riss Teile der Dachverkleidung ab, Wasser drang in Aufnahme, Notaufnahme, Palliativstation und Bettenstation ein. Nach Angaben des medizinischen Direktors Amado Alfonso wurden rund 22 Patienten der Notaufnahme in neuere Gebäudeteile verlegt. Auch das Mutter-Kind-Krankenhaus in San Lorenzo stand teilweise unter Wasser, weitere Schäden meldeten Kliniken in Fernando de la Mora und Asunción. Die 18 Gesundheitsregionen im Landesinneren meldeten nach Ministeriumsangaben einen weitgehend normalen Betrieb. In Central waren ANDE, Feuerwehr und der Katastrophenschutz SEN im Einsatz, um die Stromversorgung wiederherzustellen. Zahlen zu Verletzten oder zu betroffenen Stromkunden wurden bis Sonntagmorgen nicht veröffentlicht.

Die Lage am Sonntag

Kurz nach Mitternacht weitete die DMH ihre Warnung auf Asunción und 16 der 17 Departamentos aus, Itapúa eingeschlossen. Das folgende Bulletin von kurz nach 3 Uhr nannte nur noch Asunción und zehn Departamentos im Norden, Osten und im Zentrum. Itapúa, Misiones und Ñeembucú sind darin nicht mehr enthalten. Nach La Nación konzentriert sich die Instabilität am Sonntag auf den Norden und Osten, ABC hält Regen und Gewitter bis Montag für möglich.

Einordnung für den DACH-Raum

Aus den deutschsprachig geprägten Kolonien zwischen Hohenau, Obligado und Bella Vista liegen bisher keine Schadensmeldungen vor, obwohl in Bella Vista Hagel fiel. Offen ist, ob dort und in Jesús Felder oder Gebäude getroffen wurden. Meldungen von Kooperativen oder Gemeinden gab es bis zum Morgen nicht. Wer Fahrzeuge oder Gebäude versichert hat, sollte Hagelschäden mit Fotos und Datum festhalten, solange die Spuren frisch sind. ANDE rät bei Gewittern, Haushaltsgeräte vom Netz zu nehmen und herabhängende Kabel stets als stromführend zu behandeln. parapunto hatte bereits über die erwartete Wirkung von El Niño auf Itapúa und den Aufruf zur Sicherung von Dächern berichtet.

Quellen