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7. Oktober 2026 · Paraguay

Neue Bürgermeister übernehmen am 3. November, Wahlgerichte prüfen jetzt die Akten

Leere Wahlkabinen in einem Wahllokal vor Beginn der Stimmabgabe
Nach der Kommunalwahl vom 4. Oktober prüfen die Wahlgerichte die Akten aller Wahltische. Symbolbild. Foto Jesse Paul / Unsplash

Asunción, 7. Oktober 2026. Drei Tage nach der Kommunalwahl prüfen die Wahlgerichte in ganz Paraguay die Akten aller Wahltische. Erst danach sind die Ergebnisse verbindlich. Nach dem Zeitplan der Justicia Electoral (TSJE) treten die gewählten Bürgermeister und Gemeinderäte am Dienstag, 3. November 2026, ihr Amt an. Die Amtszeit dauert fünf Jahre bis 2031.

Vom Schnellergebnis zur Proklamation

Die Zahlen vom Wahlabend stammen aus der Schnellübermittlung TREP und sind vorläufig. Seit Dienstag, 6. Oktober, läuft in den Wahlgerichten aller Wahlkreise parallel das sogenannte juzgamiento de actas, die förmliche Prüfung der Niederschriften. Dabei werden die Umschläge der einzelnen Distrikte in Anwesenheit der Bevollmächtigten der Parteien und Bündnisse geöffnet. Nach La Tribuna standen am Montag in der TREP wegen logistischer Probleme noch sechs Wahltische aus.

Wie das konkret aussieht, schildern ABC Color und La Tribuna am Beispiel des Tribunal Electoral de la Capital. Dessen Zweite Kammer unter Vorsitz von Miriam Cristaldo (La Tribuna schreibt Myriam) begann mit dem Departamento Cordillera und arbeitet danach Paraguarí, Presidente Hayes und Boquerón ab. Die Akten werden auf eine große Leinwand projiziert. Ohne die Parteivertreter gehe es nicht, sagte Cristaldo, „no podemos trabajar sin que los apoderados estén en la apertura de las actas“. Sie rechnet damit, dass die 52 Distrikte ihrer Kammer bis zum Wochenende weitgehend proklamiert sind. Die Erste Kammer prüft derzeit die Hauptstadt Asunción und anschließend einen Teil des Departamento Central. Zum Stand in Itapúa lagen bis Mittwochmorgen keine eigenen Angaben vor.

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Die Termine bis zum Amtsantritt

  • seit 6. Oktober: Prüfung der Wahlakten durch die Wahlgerichte
  • bis 23. Oktober: Abschluss der Auszählung in einziger Instanz
  • bis 30. Oktober: Proklamation der Gewählten und Übergabe der Urkunden
  • 3. November: Vereidigung und Amtsantritt in allen Gemeinden
  • ab 4. November: Meldung der proklamierten Amtsträger an die Contraloría General de la República
  • 5. November: Frist für die Rechenschaftsberichte der Parteien und Bündnisse

Bei der Meldung an den Rechnungshof unterscheiden sich die Angaben. ABC Color nennt unter Berufung auf den Zeitplan der TSJE den 4. November als Termin, La Nación beschreibt ein Zeitfenster vom 4. bis 18. November. Die Seite mit dem offiziellen Zeitplan der TSJE war bei der Recherche nicht abrufbar.

Wie der Amtsantritt abläuft

Nach dem von ABC Color zitierten Zeitplan übernehmen am 3. November zuerst die Mitglieder der Junta Municipal ihre Sitze. Anschließend vereidigen die Gemeinderäte den Bürgermeister. Kommt das nicht zustande, legt dieser den Eid vor dem zuständigen Wahlrichter ab. Gewählt wurden laut ABC landesweit 263 Bürgermeister und 2.832 ordentliche Mitglieder der Gemeinderäte. Die Intendencia führt die Verwaltung, die Junta Municipal beschließt Verordnungen und kontrolliert die Verwaltung. In Asunción übernimmt die Oppositionspolitikerin Soledad Núñez, in Ciudad del Este der ebenfalls oppositionelle Daniel Pereira Mujica.

Einordnung für den DACH-Raum

In Itapúa wechseln zum 3. November mehrere Rathäuser die Führung. In Encarnación folgt nach den vorläufigen Zahlen Sebastián Remesowski (ANR) auf Luis Yd, in Hohenau liegt Enrique Hahn vorn, in Obligado Carlos Trombetta, in Bella Vista der bisherige Bürgermeister Euclides de Godois. parapunto hat die Ergebnisse in Itapúa zusammengefasst. Verbindlich werden sie erst mit der Proklamation. Für Zugezogene und Investoren mit laufenden Anträgen bei der Gemeinde, etwa für Baugenehmigungen, Gewerbeanmeldungen oder Grundstücksfragen, empfiehlt es sich, die Wochen bis zur Übergabe zu nutzen und den Stand schriftlich festhalten zu lassen. Mit einer neuen Rathausspitze können Zuständigkeiten und Ansprechpartner wechseln. Ausländer mit Daueraufenthalt durften bei dieser Wahl mitstimmen, wie parapunto vor der Wahl erläutert hat.

Quellen