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23. Oktober 2026 · Alto Paraná, Encarnación, Itapúa

Neue Unwetterwarnung bis Samstag, Gewitter mit Böen um 90 km/h erreichen zuerst Itapúa

Blitzeinschlag aus dunklen Gewitterwolken über offenen Feldern
Gewitter mit Blitzeinschlag über offenem Land. Symbolbild. Foto Guillaume Boulanger / Unsplash

Encarnación, 23. Oktober 2026. Für Itapúa beginnt der Freitag mit der nächsten Unwetterwarnung. Die Dirección de Meteorología e Hidrología (DMH) hat für heute und Samstag ein Gewittersystem angekündigt, das zuerst den Süden des Landes trifft und sich dann nach Norden ausbreitet. Erwartet werden 20 bis 90 Millimeter Regen, örtlich auch mehr, Sturmböen um 90 Stundenkilometer, häufige Blitze und vereinzelt Hagel. Grundlage ist ein Sonderbulletin der DMH vom Donnerstagnachmittag, über das ABC Color, Última Hora und La Nación übereinstimmend berichten.

Der zeitliche Ablauf

Nach Última Hora und La Nación setzt der Regen in den frühen Morgenstunden des Freitags zuerst in Ñeembucú, Misiones, Itapúa und Caazapá ein. Im Lauf des Tages folgen Guairá, Alto Paraná, Paraguarí, Caaguazú und Canindeyú. In der Nacht auf Samstag sollen auch Asunción, Central, Cordillera und der Norden des Landes erfasst werden. Wirksam bleiben soll das System bis zum Nachmittag oder Abend des Samstags. Feste Uhrzeiten nennt keiner der Berichte. ABC Color schreibt, die Zeiträume unterschieden sich je nach Departamento.

Zwischen den Gewitterzellen sind nach La Tribuna Phasen vorübergehender Beruhigung möglich. Die Höchstwerte in der Region Oriental liegen demnach zwischen 29 und 38 Grad.

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Unterschiedliche Angaben zur Stärke

Bei der Einstufung weichen die Medien voneinander ab. Nur ABC Color unterscheidet zwei Warnstufen. Die höhere, orange Stufe gilt dort für Itapúa, Alto Paraná, Caazapá, Caaguazú, Canindeyú und Guairá, mit 60 bis 90 Millimetern Regen und Böen nahe 90 Stundenkilometern. Für das übrige Land nennt ABC Color allgemein 20 bis 50 Millimeter und Böen um 60 Stundenkilometer mit Spitzen von 90 oder mehr. Última Hora und La Nación sprechen ohne Abstufung von Böen um 90 Stundenkilometer. Die aktuellen Kurzfristwarnungen der DMH für einzelne Distrikte konnten für diesen Beitrag am Freitagmorgen nicht eigens eingesehen werden. Wer genaue Angaben für den eigenen Ort braucht, findet sie auf der Seite des Wetterdienstes.

Itapúa ist schon durchnässt

Die Warnung trifft auf eine Region, die seit Mittwochabend kaum trocken geworden ist. Nach ABC Color maß das städtische Überwachungszentrum an der Costanera von Encarnación seit Mittwoch 69 Millimeter. Stationen der DMH registrierten in Hohenau 40, in Capitán Miranda 38,8 und in Capitán Meza 37 Millimeter. In Encarnación stürzte an der Ecke Acosta Ñu und San José ein Baum um. In Capitán Miranda stand eine kleine Brücke mit dem Namen Puente de la Amistad kurz davor, überspült zu werden. Die Bäche Ytororô und Porâ stiegen an, nach dem Bericht drohte Gefahr für die Ruta PY06 in der Nähe des Hospital General de Itapúa.

Wie PARAPUNTO am Donnerstag berichtete, sehen die Fachleute in Encarnación die größere Gefahr derzeit nicht im Paraná, sondern in Straßen und Vierteln, in denen Regenwasser nicht abfließen kann. Zugleich ist der Katastrophenschutz wegen des Flusshochwassers ohnehin gefordert. Nach Angaben von SEN-Minister Arsenio Zárate, die La Nación wiedergibt, sind in Itapúa, Misiones, Alto Paraná und Ñeembucú rund 5.000 Familien betroffen.

Auf einen Blick

  • Gewitter, Starkregen, Sturmböen und örtlich Hagel
  • Zeitraum von Freitag, 23. Oktober, bis Samstagabend, 24. Oktober
  • Zuerst betroffen sind Ñeembucú, Misiones, Itapúa und Caazapá
  • Regen 20 bis 90 Millimeter, örtlich mehr
  • Böen um 90 Stundenkilometer
  • Aktuelle Warnungen unter meteorologia.gov.py/avisos

Einordnung für den DACH-Raum

Für deutschsprachige Bewohner in Encarnación, Hohenau, Obligado und Bella Vista bedeutet die Lage zwei unruhige Tage. Böen um 90 Stundenkilometer reichen aus, um Äste auf Straßen und Leitungen zu werfen, und können zu Stromausfällen führen. Wer auf Strom für Pumpen, Kühlung oder Arbeit von zu Hause angewiesen ist, sollte Akkus laden und Vorräte prüfen. Landwirte in den Colonias Unidas müssen nach dem nassen Oktober erneut mit Hagel auf frisch bestellten Flächen rechnen. Reisende, die am Wochenende über die Brücke nach Posadas oder an die Costanera wollen, sollten ihre Pläne flexibel halten. Und wer gerade über einen Umzug nach Itapúa nachdenkt, erlebt in diesen Tagen eine Seite des subtropischen Klimas, die in Prospekten selten vorkommt.

Quellen