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25. Oktober 2026 · Itapúa, Paraguay

Schonzeit für Fische beginnt am 2. November, Angeln und Fischhandel ruhen bis 21. Dezember, an der Grenze zu Brasilien bis Ende Januar

Kleines Boot mit drei Personen auf einem breiten Fluss bei tief stehender Sonne
Boot auf einem breiten Fluss in der Abendsonne. Symbolbild. Foto Anthony Bringas / Unsplash

Asunción, 25. Oktober 2026. In gut einer Woche beginnt in Paraguay die jährliche Schonzeit für Fische. Das Umweltministerium MADES hat mit der Resolution 511 die Veda pesquera 2026/2027 festgelegt. Ab Montag, 2. November, sind kommerzielle Fischerei und Sportfischerei verboten, ebenso Transport und Verkauf von Fisch aus diesem Zeitraum. Mit der Veda sollen die Bestände während der Fortpflanzungszeit geschont werden.

Zeiträume und Gewässer

In den nationalen Gewässern gilt das Verbot vom 2. November bis 21. Dezember 2026. Laut ABC Color tritt es um 0 Uhr in Kraft. Derselbe Zeitraum gilt nach Angaben des MADES für die mit Argentinien geteilten Abschnitte von Río Paraguay, Paraná und Pilcomayo, damit auch für den Paraná vor Encarnación und den übrigen Uferorten Itapúas. Länger dauert die Schonzeit in den Gewässern, die Paraguay mit Brasilien teilt. Dort gilt sie bis 31. Januar 2027. Gemeint sind der Río Paraguay von der Mündung des Río Negro bis zum Río Apa, der gesamte Río Apa und der obere Paraná bis zum Río Yguazú. Ein ausdrückliches Anfangsdatum für diese Abschnitte nennt keine der gelesenen Quellen, aus dem Zusammenhang ergibt sich ebenfalls der 2. November.

Was verboten ist

Untersagt sind kommerzielle und sportliche Fischerei sowie Transport, Lagerung und Verkauf von Fisch, der in der Schonzeit gefangen wurde. 1000 Noticias nennt ausdrücklich Netze und Langleinen, das MADES spricht allgemein vom Einsatz von Fanggeräten. Bei der Reichweite unterscheiden sich die Berichte leicht. 1000 Noticias bezieht auch Bäche, Seen und Lagunen ein, die übrigen Quellen sprechen von Flüssen oder allgemein vom Staatsgebiet. ABC Color nennt neben der kommerziellen die touristische Fischerei, die anderen Medien die Sportfischerei. Eine Ausnahme für Angeln mit Zurücksetzen des Fangs erwähnt keine Quelle.

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Kontrolliert wird gemeinsam mit Marine, Staatsanwaltschaft und Nationalpolizei. ABC Color spricht dabei von der Fuerza Naval, 1000 Noticias von der Prefectura General Naval. 1000 Noticias kündigt Verwaltungsstrafen und strafrechtliche Verfolgung an, konkrete Bußgeldbeträge nennt keine der Quellen.

Ausnahme für Uferfischer

Laut ABC Color bleibt Fischfang zur Selbstversorgung erlaubt, allerdings nur mit Rute, Haken oder Handleine vom Ufer aus und ohne Boot. Pro Uferfischer sind höchstens fünf Kilo zulässig. Surubí, Manguruyú, Dorado und Pacú dürfen auch auf diese Weise nicht gefangen werden. Der Leiter des MADES-Fischereibüros in Ayolas, Mario Martínez, bezeichnete das Transportverbot gegenüber ABC Color als „tajante“, also ohne Ausnahme. Im Raum Ayolas sind demnach rund 1.214 Fischer registriert. Handelsbetriebe dort haben zehn Tage Zeit, ihre Bestände abzuverkaufen, danach sollen die Lagerbestände erneut erfasst werden. Ob die Regel zur Selbstversorgung landesweit gilt, geht aus dem Bericht nicht eindeutig hervor. Angaben zu einer Unterstützungszahlung für Berufsfischer enthält keiner der gelesenen Berichte.

Auf einen Blick

  • Beginn Montag, 2. November 2026, 0 Uhr
  • Nationale Gewässer und Grenzabschnitte mit Argentinien bis 21. Dezember 2026
  • Grenzgewässer mit Brasilien bis 31. Januar 2027
  • Verboten sind kommerzielle Fischerei, Sportfischerei, Transport und Verkauf von Fisch
  • Selbstversorgung laut ABC Color nur vom Ufer, mit Rute oder Handleine, höchstens fünf Kilo, ohne geschützte Arten
  • Rechtsgrundlage ist die MADES-Resolution 511

Einordnung für den DACH-Raum

Wer in Itapúa am Paraná angelt, ob in Encarnación, Carmen del Paraná oder an den Ufern rund um die Colonias Unidas, muss die Rute in den kommenden sieben Wochen auch als Hobby einpacken. Das gilt für Einheimische ebenso wie für Einwanderer und Urlauber. Da auch der Transport von Fisch aus der Schonzeit verboten ist, lohnt beim Kauf von Flussfisch die Frage nach der Herkunft. Welche Nachweise Händler oder Käufer bei Kontrollen vorlegen müssen, sagen die Quellen nicht, ebenso wenig, ob Fisch aus Zucht ausgenommen ist. Für Gastronomen kann Wildfisch aus dem Fluss in dieser Zeit knapper werden. Wer eine Angelreise nach Paraguay plant, sollte sie auf die Zeit nach dem 21. Dezember legen, für die Grenzgewässer zu Brasilien auf die Zeit nach dem 31. Januar.

Quellen