Itapúa, 26. September 2026. Mit Beginn der wärmeren Monate verstärkt der paraguayische Gesundheitsdienst SENEPA die Maßnahmen gegen Dengue. Auch in Itapúa werden derzeit Kontrollen, sogenannte Rastrillajes und Informationsaktionen durchgeführt.
Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Paraguay befindet sich derzeit in einer vergleichsweise günstigen epidemiologischen Situation. Nach Angaben des Servicio Nacional de Erradicación del Paludismo, kurz SENEPA, hat das Land seit drei Jahren keinen größeren Dengue-Ausbruch erlebt.
Das soll möglichst so bleiben.
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Sponsoring-Möglichkeiten ansehenKlimatische Entwicklung erhöht das Risiko
Besondere Aufmerksamkeit gilt den kommenden Monaten. Für den Frühling und Sommer 2026/27 rechnen die Behörden mit klimatischen Bedingungen, die die Vermehrung der Dengue übertragenden Stechmücke Aedes aegypti begünstigen können.
Dabei spielt auch das erwartete El-Niño-Ereignis eine Rolle. Mehr Niederschlag und höhere Temperaturen können zusätzliche Brutstätten schaffen, wenn sich Wasser in Behältern, Reifen, Dachrinnen oder anderen Gegenständen sammelt.
SENEPA reagiert deshalb bereits präventiv und verstärkt die Überwachung und Bekämpfung der Mückenpopulation.
In verschiedenen Distrikten Itapúas werden derzeit Grundstücke kontrolliert, mögliche Brutstätten beseitigt und Bewohner über vorbeugende Maßnahmen informiert.
Kleine Wasseransammlungen reichen aus
Entscheidend bei der Dengue-Prävention ist nicht in erster Linie die Bekämpfung ausgewachsener Mücken.
Die wirksamste Maßnahme besteht darin, ihre Brutstätten zu beseitigen.
Aedes aegypti nutzt bevorzugt kleinere künstliche Wasseransammlungen in der Nähe von Häusern. Dazu gehören beispielsweise Eimer, Blumentöpfe und Untersetzer, alte Reifen, Flaschen, offene Wassertanks oder schlecht gereinigte Dachrinnen.
Gerade nach Regenfällen lohnt sich deshalb ein kurzer Rundgang um Haus und Garten.
Behälter sollten geleert oder abgedeckt und Gegenstände, in denen sich Regenwasser sammeln kann, entfernt oder trocken gelagert werden.
Paraguay derzeit in günstiger Situation
Die verstärkten Maßnahmen bedeuten nicht, dass Itapúa derzeit von einer Dengue-Epidemie betroffen wäre.
Im Gegenteil: SENEPA beschreibt die aktuelle epidemiologische Lage Paraguays als günstig. Die Maßnahmen sollen verhindern, dass sich dies mit Beginn der wärmeren und möglicherweise niederschlagsreicheren Jahreszeit ändert.
Der Ansatz ist damit ausdrücklich präventiv.
Neben den staatlichen Kontrollen setzt SENEPA auf die Mitarbeit der Bevölkerung. Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und private Haushalte sollen mögliche Brutstätten regelmäßig beseitigen.
Für Bewohner und Neuankömmlinge in Paraguay gehört Dengue-Prävention damit zu den praktischen Routinen des Alltags in der warmen Jahreszeit.
Was Bewohner selbst tun können
Nach stärkeren Regenfällen sollten Grundstück, Balkon und Garten auf stehendes Wasser kontrolliert werden.
Wassertanks und andere Vorratsbehälter sollten geschlossen sein. Tiertränken müssen regelmäßig gereinigt und das Wasser gewechselt werden. Nicht benötigte Behälter sollten so gelagert werden, dass sich darin kein Regenwasser sammeln kann.
Bei Fieber, starken Kopf- oder Gliederschmerzen oder anderen verdächtigen Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden.
Wichtig ist dabei auch: Nicht jede fieberhafte Erkrankung ist Dengue. Eine Diagnose gehört in ärztliche Hände.
PARAPUNTO wird die epidemiologische Entwicklung in Itapúa während der kommenden Sommermonate weiter beobachten.
Quellen
SENEPA – Servicio Nacional de Erradicación del Paludismo, 24. September 2026
„SENEPA refuerza la prevención y se anticipa a los nuevos escenarios epidemiológicos“
https://senepa.gov.py/2026/09/24/senepa-refuerza-la-prevencion-y-se-anticipa-a-los-nuevos-escenarios-epidemiologicos/
Itapúa Noticias, 26. September 2026
„SENEPA refuerza la vigilancia contra el dengue en Itapúa“
https://itapuanoticias.tv/author/sala_de_redaccion/page/3/