ITAPÚA | 3. September 2026
Für Tausende kleinere landwirtschaftliche Betriebe in Itapúa beginnt die Vorbereitung auf die neue Anbausaison mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung. Die Entidad Binacional Yacyretá stellt für das Programm Pro PY/Itapúa insgesamt 16 Milliarden Guaraní bereit.
Nach Angaben der Binationalen soll das Programm in der Landwirtschaftssaison 2026/2027 rund 17.000 Familien im Departamento Itapúa erreichen.
Sichtbar werden in Itapúa
Sponsoring-Plätze für Unternehmen, die genau in Itapúa bekannt werden wollen.
Sponsoring-Möglichkeiten ansehenDie ersten Mittel wurden jetzt an mehrere Gemeinden übergeben. Beteiligt sind unter anderem Pirapó, Capitán Miranda, Tomás Romero Pereira sowie San Cosme y Damián. Zuvor hatten bereits Mayor Otaño, Carlos Antonio López, Edelira, Natalio und José Leandro Oviedo entsprechende Zuwendungen erhalten. Weitere Gemeinden sollen folgen.
Das Geld fließt allerdings nicht einfach als direkte Zahlung an die Familien. Finanziert werden unter anderem Treibstoff, der Einsatz und die Anmietung landwirtschaftlicher Maschinen sowie weitere Leistungen zur Vorbereitung der Böden.
Hinzu kommen Saatgut, Mittel zur Bodenverbesserung und technische Unterstützung. Auch die Geflügelhaltung und Imkerei sollen im Rahmen des Programms gefördert werden.
Hinter dem Programm steht eine Zusammenarbeit zwischen der Entidad Binacional Yacyretá, dem Landwirtschaftsministerium, der Asociación de Intendentes de Itapúa und den beteiligten Gemeinden.
Landwirtschaft bleibt ein Wirtschaftsfaktor für die Region
Für Itapúa ist das Programm auch wirtschaftlich interessant. Viele kleinere Betriebe verfügen zwar über landwirtschaftlich nutzbare Flächen, können aber Maschinen, Treibstoff und Betriebsmittel für eine intensive Bewirtschaftung nur eingeschränkt finanzieren.
Genau an diesem Punkt setzt die Unterstützung an. Werden Flächen tatsächlich bewirtschaftet, entstehen daraus nicht nur Lebensmittel für den Eigenbedarf. Überschüsse können verkauft werden und damit zusätzliches Einkommen für die Familien schaffen.
Gleichzeitig profitieren lokale Händler, Maschinenbetreiber, Transportbetriebe und andere Dienstleister von einer stärkeren landwirtschaftlichen Aktivität.
Wie groß dieser Effekt tatsächlich sein wird, lässt sich aus den angekündigten Investitionssummen allein allerdings noch nicht ableiten. Entscheidend wird sein, wie viele der angekündigten 17.000 Familien tatsächlich erreicht werden und welche zusätzliche Produktion daraus entsteht.
Kartoffeln werden in Itapúa interessanter
Parallel dazu zeichnet sich eine weitere Entwicklung ab. Der Kartoffelanbau gewinnt im Departamento an Bedeutung.
Nach aktuellen Angaben werden inzwischen 51 Hektar in neun Distrikten bewirtschaftet. Das Landwirtschaftsministerium berichtet von einer guten Entwicklung der Pflanzen und begleitet die Produzenten technisch.
Damit könnte sich für kleinere Betriebe eine zusätzliche Einkommensquelle entwickeln. Gerade die Diversifizierung ist für Familienbetriebe wichtig, die nicht ausschließlich von wenigen traditionellen Kulturen abhängig sein wollen.
Die beiden Entwicklungen zeigen eine wirtschaftliche Seite Itapúas, die außerhalb Paraguays oft wenig wahrgenommen wird: Neben den großen Agrarbetrieben besteht eine breite Struktur kleiner und mittlerer Produzenten.
Ob aus den aktuellen Förderprogrammen dauerhaft höhere Einkommen entstehen, wird sich erst nach den kommenden Ernten beurteilen lassen. Die Größenordnung des Programms zeigt aber, welche Bedeutung die Landwirtschaft für die wirtschaftliche Entwicklung des Departamentos weiterhin hat.
Quellen
Entidad Binacional Yacyretá, 2. September 2026
Ministerio de Agricultura y Ganadería
El Nacional, 2. September 2026