Jesús de Tavarangüé, 26. Oktober 2026. Tourismusminister Javier Ramírez und der spanische Botschafter in Paraguay, Javier Parrondo, haben in Itapúa den Stand des Projekts Tape Tuja besichtigt. Es soll die alten Wege zwischen den Jesuitenreduktionen Santísima Trinidad del Paraná und Jesús de Tavarangüé wiederherstellen und für Besucher erschließen. Tape Tuja bedeutet auf Guaraní so viel wie alter Weg. Über den Besuch berichteten Itapúa Noticias und La Nación am 24. Oktober sowie Última Hora am 25. Oktober. Ein genaues Datum nennen die Berichte nicht.
Was die erste Phase gebracht hat
Getragen wird das Vorhaben von der spanischen Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit AECID, die nach La Nación finanziell und fachlich unterstützt. Ramírez würdigte die Zusammenarbeit. Nach Última Hora hat die spanische Unterstützung Fortschritte bei der Wiederherstellung und Aufwertung der historischen Pfade ermöglicht. Was in der ersten Phase konkret gebaut oder markiert wurde, wie lang die Strecke ist und wie viel Geld geflossen ist, geht aus den Berichten nicht hervor. Die Delegation besuchte die Reduktion von Jesús sowie das Centro Cultural, Artesanal y Turístico Guaviramí, das eng mit der Gemeinschaft der Mbya Guaraní verbunden ist.
Zweite Phase setzt auf Erlebnis und Gemeinden
Vorgestellt wurde ein Vorschlag für eine zweite Kooperationsphase. Sie soll den Schritt von der baulichen Wiederherstellung zur Vermittlung machen, mit Interpretation der Orte und touristischen Angeboten zum Mitmachen. La Nación spricht von „circuitos vivenciales“ für Besucher. Am Treffen nahmen die Cámara Paraguaya de Turismo de las Misiones Jesuíticas, Vertreter der indigenen Gemeinschaften Guaviramí und Kambay, touristische Anbieter sowie die Gemeindeverwaltungen von Trinidad und Jesús teil. Ob die zweite Phase bereits finanziert ist und wann sie beginnt, sagen die Quellen nicht.
Sichtbar werden in Jesús de Tavarangüé
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Sponsoring-Möglichkeiten ansehenZwei Welterbestätten, ein gemeinsamer Weg
Die Reduktionen von Trinidad und Jesús gehören seit 1993 zum UNESCO-Welterbe und zählen zu den bekanntesten Ausflugszielen Itapúas. Nach den Berichten soll Tape Tuja beide Anlagen über den historischen Weg zu einem zusammenhängenden touristischen Rundkurs verbinden, der Kulturerbe, Natur und die Gemeinden der Umgebung einbezieht. Das passt zur Strategie der Gobernación, Itapúa nicht nur im Sommer als Reiseziel zu vermarkten. Itapúa Noticias berichtete am 25. Oktober über eine Kampagne, die ab November auch die Nebensaison bewerben soll.
Einordnung für den DACH-Raum
Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören die Jesuitenreduktionen zum Pflichtprogramm einer Paraguay-Reise. Ob und auf welchen Abschnitten der alte Weg schon begangen werden kann, ist derzeit nicht öffentlich dokumentiert. Wer wandern möchte, sollte vor Ort bei den Besucherzentren oder bei der Senatur nachfragen. Für die deutschsprachigen Kolonien entlang der Ruta PY06, von Hohenau bis Obligado und Bella Vista, kann ein stärkeres Kulturangebot in Trinidad und Jesús mehr Übernachtungsgäste bringen. Das Projekt zeigt außerdem, dass europäische Entwicklungszusammenarbeit in Itapúa nicht nur bei Infrastruktur, sondern auch beim Kulturerbe ansetzt.
Quellen
- La Nación, 24. Oktober 2026, Avances en el proyecto Tape Tuja buscan revitalizar el antiguo Camino Jesuítico en Itapúa
- Última Hora, 25. Oktober 2026, Itapúa: Embajador de España verifica avance de la puesta en valor del antiguo camino jesuítico
- Itapúa Noticias, 24. Oktober 2026, Avanza el proyecto Tape Tuja en Itapúa
- Itapúa Noticias, 25. Oktober 2026, Itapúa busca atraer turistas todo el año y no solo en verano